Das Symposium war ein grosser Erfolg und fand auch in den Medien breite Beachtung. Die Basler Zeitung (BaZ) und die Baslerlandschaftliche Zeitung (BZ) berichteten ausführlich darüber. Darüber hinaus konnten mehrere neue Mitglieder für die Organisation gewonnen werden.

Die Gedenktafel wird nachhaltig an dieses Ereignis erinnern.

150 Jahre Jung

Symposium zu Carl Gustav (C.G.) Jungs Basler Jahren
 

Datum: Samstag, 28. Februar (Vorträge)
&
               Sonntag, 01. März 2026 (Führungen)

Ort: Universität Basel, Petersplatz 1, 4001 Basel, Kollegiumsgebäude, Hörsaal 102

Wegen Veranstaltung: Seiteneingang gegenüber Petersgraben 49 benützten 


Neu: Zoom-Anmeldung jetzt möglich.
Mit Ausnahme des Vortrags von S. Shamdasani findet die Veranstaltung auf Deutsch statt.

English Program Here
At the Symposium, English translations will be projected on screen.


Programm Samstag, 28. Februar 2026

09:30 – 10:00     Begrüssung
                              (Welcome)   
                              Viola Scheller, Präsidentin der Psychologischen Gesellschaft Basel

10:00 – 11:15     C.G. Jung – die Basler Jahre
                               (C.G. Jung – The Basel Years)
                               Kathrin Schaeppi, Dipl. Analytische Psychotherapeutin nach C.G. Jung            

11:15 – 11:30     Enthüllung Gedenktafel Carl Gustav Jung
                               (Unveiling Commemorative Plaque Carl Gustav Jung)
                               Andrea Schenker-Wicki Prof. Dr. Dr. h.c. mult., Rektorin der Univ. Basel 

11: 30 – 11:45    Pause

11:45 – 13:00      The Early Intellectual Development of C.G. Jung (English)
                                (Die frühe intellektuelle Entwicklung von C.G. Jung)
                               Sonu Shamdasani, Prof. Dr. 

13:00 – 14:00      Mittagessen

14:00 – 15:15      C.G. Jung: Sein Einfluss auf die akademische Psychologie
                                (C.G. Jung: His influence on academic psychology)
                                Christian Roesler, Prof. Dr. 

15:15 – 15:45      Pause

15:45 – 17:00      Psychoanalyse, Ökologie & Alchemie: Das "Plastik-Zeitalter"
                                (Psychoanalysis, Ecology & Alchemy: The “Plastic Age”)
                                Susanna Bucher, Dr. sc. nat. ETH

17:00 – 17:15       Verabschiedung 
                                 (Closing)


Programm Sonntag, 1. März 2026

Führungen zu den Stationen von C.G. Jung in Basel 
10:00 – 12:00    Kleinhüningen: Wohnort, Kinder- und Jugendjahre 
10:00 – 12:00    Basel: Gymnasium und Medizinstudium

(Diejenigen, die sich angemeldet haben, werden kurz vor der Veranstaltung über den Treffpunkt informiert.) 


Symposium Teilnahmegebühr

Teilnehmenden                  120 CHF 
Studierende                          50 CHF 
PGB & IAAP Mitglieder      90 CHF
(Inklusiv: 5 Präsentationen, Mittagessen, 2x Kaffeepause. Exklusiv: Führung)

ZOOM Preise gleich wie oben (120 CHF, 50 CHF, 90 CHF) 

Führung (zusätzlich)            20 CHF

ANMELDUNG

Einzahlungsschein herunterladen

 Stornogebühr: 30 CHF, ab 1. Februar ist der gesamte Betrag fällig. 


Bei Fragen: [email protected]


Referenten & Referentinnen


Viola Scheller, Dipl. Heilpädagogin

Begrüssung und Einführung durch die Präsidentin der Psychologischen Gesellschaft Basel.


Sonu Shamdasani, Prof. Dr. 

Kurztitel: Die frühe intellektuelle Entwicklung von C.G. Jung

Untersuchung der Séancen und Manuskripte, die C.G. Jungs Entwicklung von der spirituellen Forschung zur analytischen Psychologie dokumentieren.

 

Thema: Von Basel nach Zürich: C.G. Jungs Transformation seiner Séancen mit Helene Preiswerk

Im Jahr 1925 erinnerte sich C.G. Jung: „1896 geschah etwas mit mir, das mir als Anstoß für den Rest meines Lebens diente.“ Anhand der Notizen und Manuskripte der Séancen wird dieser Vortrag untersuchen, wie Jungs Überarbeitungen seiner ursprünglichen Studie seine Entwicklung vom Spiritualismus zur psychischen Forschung und schließlich zur analytischen Psychologie darstellen. Dies ist ein Einblick in die ersten beiden Bände der kritischen Ausgabe der Werke von C. G. Jung, Band 1: Jung in Basel: Philosophie, Wissenschaft und Spiritualismus, 1896-1900 und Band 2: Jung im Burghölzli: Psychische Forschung und Psychiatrie, 1901-1904. (voraussichtliches Erscheinen Herbst 2026).

 

 

Christian Roesler, Prof. Dr. habil. 

Kurztitel/Information: C.G. Jung und sein Einfluss auf die Akademische Psychologie

Analyse von C.G. Jungs Beitrag zur akademischen Psychologie, insbesondere zur Extraversion-Introversion-Dimension und zur Psychotherapie.


Thema: Im Hain des Apollon Akademos: C.G. Jung als Professor für Psychologie und sein Einfluss auf die akademische Psychologie

Im Jahr 1943 wurde C.G. Jung zum Honorarprofessor für medizinische Psychologie an der Universität Basel ernannt. Aber schon vorher hatte er einen enormen Einfluss auf viele Konzepte der wissenschaftlichen Psychologie, z. B. die Persönlichkeitsdimension Extraversion-Introversion, den experimentellen Nachweis eines dynamischen Unbewussten, den Einsatz der Imagination in der Psychotherapie. Auch auf einer grundlagenwissenschaftlichen Ebene hat C.G. Jung epochale Beiträge zur Psychologie geleistet, z.B. die Idee der Selbstregulation der Psyche. Es werden diese Ideen und Konzepte und ihr Einfluß auf die Entwicklung der wissenschaftlichen Psychologie nachgezeichnet, aber aber auch ihre Weiterentwicklung innerhalb der Analytischen Psychologie.

 

Susanna Bucher, Dr. sc. nat. ETH

Kurztitel: Psychoanalyse, Ökologie & Alchemie: Das «Plastik-Zeitalter»

 

Thema: Das "Plastik-Zeitalter": Was symbolisiert Plastik, und wie können wir die Plastikverschmutzung symbolisch deuten?
Die Verbindung der analytischen Psychologie, insbesondere von Jungs alchemischen Studien, mit aktuellen ökologischen Herausforderungen

 

Anfang des 20. Jahrhunderts wurde Kunststoff als "wundervoller Stoff" gepriesen, als "unzerstörbares Material, gesegnet mit Unsterblichkeit". Wurde hier das Elixier der Alchemisten auf den Kunststoff projiziert? Gerade weil Plastik praktisch nicht abbaubar ist, wird die Plastikverschmutzung insbesondere für die Meere zu einem immer grösseren Problem. Gemäss C.G. Jungs und M.-L. von Franzs alchemischen Studien können äussere materielle Ereignisse als Aussagen über das kollektive Unbewusste gelten.Was könnte dies für das moderne "Plastik-Zeitalter" und die ökologische Krise bedeuten?

 

Kathrin Schaeppi, Dipl. Analytische Psychotherapeutin nach C.G. Jung

Kurztitel: C.G. Jung: Die Basler Jahre

 

Thema:  Eine visuelle Reise mit Einblicken in C.G. Jungs Kindheit und  Jugend in Basel. 

 

Diese Präsentation nimmt das Publikum mit auf eine visuelle Reise durch Basel und erkundet die Region, die das frühe Leben und die Ideen von C.G. Jung geprägt hat. Sie zeigt Highlights aus den fünf Stadtrundgängen, die C.G. Jungs Weg von der Kindheit bis zum frühen Erwachsenenalter (4 bis 25 Jahre) nachzeichnen und wichtige Orte mit seinen Träumen, Visionen und künstlerischen Anfängen in Verbindung bringen.

Viola Scheller, Dipl. Heilpädagogin, seit 35 Jahren in verschiedenen Bereichen der Heilpädagogik tätig. Sandspieltherapeutin und Lehrtherapeutin SGSST/ISST, seit 2010 in eigener Praxis in Arlesheim. Ein Schwerpunkt ist die Sandspieltherapie mit Kindern und Erwachsenen mit Behinderung. Seit 2020 Mitglied des Vorstandes der PGB, ab 2024 bis heute Präsidentin der PGB. Redaktionsmitglied des Sandspiel-Therapie Journals.

Susanna Bucher, Dr. sc. nat. ETH, ist Umweltnaturwissenschaftlerin und Psychoanalytikerin nach C.G. Jung. Sie hat eine private Praxis in Zürich und ist Mitglied des Jungian Odyssey- und des Programmkomitees des ISAP ZURICH. Sie bietet Vorlesungen und Seminare am ISAP und anderswo an. Im Jahr 2022 veröffentlichte sie zwei Artikel im Journal of Analytical Psychology (#67/5), darunter "The Spiral of Plastic Pollution: A Compensatory Urge from the Collective Unconscious for an Ecological-Psychological Transformation of Civilization." Sie ist zudem Stiftungsrätin der gemeinnützigen Stiftung sahee, die Entwicklungsprojekte in Peru und Eswatini fördert. Ihre Interessen umfassen Entwicklungszusammenarbeit, Ökologie, Natur, Musik und Mystik. 

Christian Roesler, Prof. Dr. Dipl.-Psych. ist Professor für Klinische Psychologie an der Katholischen Fachhochschule in Freiburg/DE und Professor für Analytische Psychologie an der Universität Basel/CH. Er ist Jungscher Psychoanalytiker in eigener Praxis in Freiburg, Mitglied des Lehrkörpers der C.G. Jung-Institute in Stuttgart und Zürich sowie des Psychoanalytischen Ausbildungsinstituts (DGPT) am Universitätsklinikum Freiburg. Er ist Mitglied in verschiedenen Berufsverbänden: DGAP, IAAP, IAAP-Forschungsausschuss, Internationales Forschungsnetzwerk in Analytischer Psychologie INFAP3, Deutsche Vereinigung der Professoren der Psychoanalyse. In seiner Arbeit mit Paaren und Familien hat er sich auf interpretative Forschungsmethoden spezialisiert. Er hat geforscht und publiziert über: Analytische Psychologie und zeitgenössische Wissenschaft, Paar- und Familientherapie, postmoderne Identitätskonstruktion, Erzählforschung, Medienpsychologie.

Sonu Shamdasani, Prof. Dr. ist ein in London lebender Autor, Chefredakteur und Professor am University College London. Seine Forschungen und Schriften konzentrieren sich auf Carl Gustav Jung (1875-1961) und umfassen die Geschichte der Psychiatrie und Psychologie von der Mitte des neunzehnten Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Shamdasani war der Herausgeber der ersten Veröffentlichung von Jungs wichtigem Werk, Liber Novus, dem Roten Buch. Obwohl der Titel schon seit Jahren bekannt war, wurde sein Inhalt erst 2009 der Öffentlichkeit und praktizierenden Psychotherapeuten zugänglich gemacht.

Kathrin Schaeppi (MSc, MFA, MLA)  ist eine Jung'sche Analytikerin, Dozentin, Trainingsanalytikerin und Supervisorin bei ISAPZURICH. Ihre private Praxis befindet sich in Basel, Schweiz. Bei ISAPZURICH ist sie Leiterin der Abteilung Psychologische Bildinterpretation, Mitbegründerin der ISAPZURICH Bildersammlung, Organisatorin der Zurich Lecture Series und ist im Vorstand der Psychologischen Gesellschaft Basel. Seit 2011 macht sie Führungen zu C.G. Jungs frühen Jahren in Basel durch, erweitert ihr Wissen durch kontinuierliche Forschung und eröffnet neue Einblicke in den historischen und geistigen Reichtum der Stadt - ihrer Geburts- und Heimatstadt. 

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